Kurze Weihnachtsgeschichte

Für einen besinnlichen Moment

Die Sterne am Weihnachtsmorgen

Philip ist 15 Jahre alt und lebt zusammen mit seinen Eltern auf einem Bauernhof. Er liebt besonders seinen Vater, auch wenn ihm dies nicht immer bewusst war. Erst als er einige Tage vor Weihnachten ein Gespräch zwischen seinen Eltern mitbekam, wird er sich seiner Liebe zum Vater bewusst.

Der Vater sagte, dass es ihm schwerfällt Philip morgens aufzuwecken, da er noch ein Kind ist und seinen Schlaf bräuchte. Jedoch fügte er hinzu, dass er alleine mit der Arbeit nicht mehr zurechtkomme!

Daraufhin sagte die Mutter, dass auch Philip weiß, dass er die Arbeit nicht alleine schaffen kann und Philip auch kein Kind mehr sei.

Philip fühlt, wie sein Herz vor Aufregung rasend schnell klopft. Er hatte die Liebe seines Vaters gespürt.

Von nun an zögerte Philip morgens nicht mehr beim Aufstehen. Sein Vater musste nicht mehr zweimal rufen, bevor Philip sich anzog. Wenn auch mit halb geschlossenen Augen, aber er stand auf!

Einmal, am Heiligabend, als Philip schon im Bett lag, dachte er an den kommenden Tag. Durch das Dachfenster sah er den klaren Sternhimmel. Philip hatte sich den größten und hellsten Stern ausgewählt und sich dabei vorgestellt, dass es der Stern von Bethlehem sei. Dabei kam ihm die Idee für ein besonderes Weihnachtsgeschenk.

In der Nacht wachte Philip sehr oft auf. Jedes Mal zündete er ein Streichholz an und schaute auf eine alte Wanduhr. Als es schließlich soweit war stand er auf, zog sich an und schlich leise zur Tür. Die besondere Herausforderung war dabei, dass der alte Holzfußboden nicht knarrte.

Der große Stern hing über dem Dach des Stalles und tauchte ihn in ein leuchtendes goldenes Licht.

Er melkte die Kühe und räumte den Stahl auf. Die Arbeit ging leichter, als jemals zuvor. Philip dachte an den Vater und lächelte. Heute war die Arbeit keine Pflicht, sondern das Geschenk für den Vater.

Als er fertig war, ging er zurück in sein Zimmer und zog sich die Kleidung in der Dunkelheit aus. Er lag wieder im Bett, noch bevor der Vater aufgestanden war. Er stellte sich vor, wie sein Vater den Stall trat und sich freute. Bei diesem Gedanken schaute er sich die Sterne an und lächelte.

Dann hörte er den Vater rufen und als Philip auch beim dritten Mal nicht reagierte, ging der Vater alleine rüber zum Stahl.

Die ganze Zeit hatte sich Philip ganz ruhig verhalten und es dauerte eine Ewigkeit, bis der Junge die Schritte seines Vaters wieder hörte.

Der Vater hatte laut aufgelacht und man hörte die Freude in seiner Stimme als er sagte, dass es das beste Weihnachtsgeschenk in seinem Leben gewesen sei.

Philip und der Vater hatten sich umarmten und beide spürten die Herzen vor Freude klopfen.

Heute war kein gewöhnlicher Morgen, sondern ein Weihnachtsmorgen. An so einem Morgen wirken die Sterne besonders schön und hell.

Autor: M. Finkenzeller

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