Christnacht

von Siegfried Walden

Die Nacht hat angefangen,
Die ersten Glocken klangen
Schon als es dämmrig war.
Die Straßen sind verlaßen,
Ein Hauch zieht durch die Gaßen
So still und wunderbar.

Nun wird es wahr mein Träumen,
Ich seh’ in allen Räumen
Den Lichterbaum geschmückt.
Die Menschen Lieder singen
Und süß die Glocken klingen,
Die Weihnacht mich beglückt.

Ich spüre Freud und Frieden,
Mein Herz hat abgeschieden,
Was sonst nur Leid gebracht.
Ich danke dem Befreier
Und halte Weihnachtsfeier,
Denn jetzt ist Stille Nacht.

Am Fenster Zapfen ranken,
Es wandern die Gedanken,
Und mir fällt manches ein.
Nicht überall ist Segen,
Wie viele Menschen mögen
Heut’ nacht mit Tränen sein.

O Herr, du Gnade sende,
Erhebe Deine Hände
Und halt für alle Wacht.
Das Glück sei uns beschieden,
Erhalte und den Frieden
O Stille, Heil’ge Nacht.

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