Weihnachtsgedichte, kurze, lustige, witzige, fröhliche, weihnachtliche Gedichte


Weihnachtsgedichte

Schöne Weihnachtsgedichte zum Auswendiglernen und Vortragen

Schon in der Schule lernen Kinder die ersten Weihnachtsgedichte und oft lassen diese sie für ihr ganzes Leben lang nicht mehr los. „Von draus vom Walde komm ich her, ich muss euch sagen es weihnachtet sehr...“ wer kennt diese Zeilen nicht, schließlich musste man sie von Kindesbeinen an angestrengt auswendiglernen.

Der Vortrag dieses und noch vieler anderer Weihnachtsgedichte folgte dann promt auf der nächsten schulinternen Weihnachtsfeier. Und weil der Vortrag gar so schön war, durfte er gleich noch für den Heiligabend herhalten, denn ohne Fleiß kein Preis. Wer also nicht gut im Blockflötespielen oder Klavierspielen war, der sollte eben weihnachtliche Stimmung mit Weihnachtsgedichten verbreiten. Die vielen tollen Geschenke die da unter dem Baum warteten, mussten schließlich erstmal verdient werden. Die Eltern und andere Familienangehörige erfreute die Anstrengung des Nachwuchses sichtlich und sicherlich kam dabei auch die eine oder andere Erinnerung an ihre eigene Kindheit und der gelernten Weihnachtsgedichte wieder hoch.


Neben Musik und Licherketten ein absolutes Muss

Ohne das Hören von Weihnachtsgedichten wären die Festtage wirklich nur halb so schön. Von Engeln, Rentieren, Schnee und dem Weihnachtsmann erzählen sie, kleine Märchen verpackt in ansprechende Reime. Auch musikalisch vorgetragen hinterlassen Weihnachtsgedichte einen bleibenden Eindruck und dringen vor bis ins Herz. Neben all dem Stress im Alltag und all den Sorgen, erzählen Gedichte von anderen Zeiten und Welten und entführen die Hörer für eine kleine Weile weit weg von allen Gedanken. Einzige Voraussetzung ist, man muss sich öffnen können und verweilen wollen. Seltsamerweise haben auch alte Gedichte über Generationen hinweg ihren Zauber bewahren können und scheinen niemals aus der Mode zu kommen.

Wer selber einmal versuchen möchte, Weihnachtsgedichte zu schreiben, der braucht dazu nicht nur viel Kreativität, sondern auch auch gewisses Talent. Ist dann ein eigenes Werk vollbracht, wird dies sicherlich die Verwandten und Freunde überraschen und glücklich machen.

Nachfolgend eine kleine Auswahl guter Weihnachtsgedichte:
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Vor dem Christbaum

Da guck einmal, was gestern nacht
Christkindlein alles mir gebracht:
ein Räppchen,
ein Wägelein;
ein Käppchen
und ein Krägelein;
ein Tütchen
und ein Rütchen;
ein Büchlein
voller Sprüchlein;
das Tütchen, wenn ich fleißig lern,
ein Rütchen, tät ich es nicht gern,
und nun erst gar den Weihnachtsbaum,
ein schönrer steht im Walde kaum.
Ja, schau nur her und schau nur hin
und schau, wie ich so glücklich bin!

Friedrich Güll
1812-1879

Weihnachten

Die Tage kommen, die Tage gehn,
der schönste Tag hat kein Bestehn,
ob Lenz und Sommer schmückt die Welt,
rasch kommt der Herbst ins Stoppelfeld,
es saust, es schneit, es friert; doch dann -
das Christkind zündet die Lichter an!

O Kindeslust, o Kindertraum,
o liebesheller Weihnachtsbaum!
In dunkle Nächte glänzt dein Licht
so froh voraus, du wandelst nicht;
es sorgt der Mutter Herz, und dann -
das Christkind zündet die Lichter an!

Großmutter spricht: Nur still, nur still!
Denn wenn ein Kind nicht warten will,
vorwitzig schaut, voll Ungeduld,
was dann geschieht, ‘s ist seine Schuld!
Sitz’ still ein Weilchen nur, und dann -
das Christkind zündet die Lichter an!

Das Gretlein sitz ihr stumm im Schoß,
macht nur die Augen hell und groß,
hat für sein fragend Kätzlein dort
kein Auge jetzt, kein Schmeichelwort;
Großmutter blickt so lieb, und dann -
das Christkind zündet die Lichter an! - -

Die Jahre kommen, die Jahre gehn,
der schönste Tag hat kein Bestehn,
‘s ist einmal so von Gott bestellt:
man scheidet täglich von der Welt!
Der dunkle Abend kommt, und dann -
das Christkind zündet die Lichter an!

Gustav Hermann Kletke
1813-1886

Christkind

Die Nacht vor dem heiligen Abend,
da liegen die Kinder im Traum;
sie träumen von schönen Sachen
und von dem Weihnachtsbaum.

Und während sie schlafen und träumen,
wird es am Himmel klar,
und durch den Himmel fliegen
drei Engel wunderbar.

Sie tragen ein holdes Kindlein,
das ist der Heil’ge Christ;
es ist so fromm und freundlich,
wie keins auf Erden ist.

Und wie es durch den Himmel
still über die Häuser fliegt,
schaut es in jedes Bettchen,
wo nur ein Kindlein liegt,

und freut sich über alle,
die fromm und freundlich sind;
denn solche liebt von Herzen
das liebe Himmelskind.

Wird sie auch reich bedenken
mit Lust aufs allerbest’
und wird sie schön beschenken
zum lieben Weihnachtsfest.

Heut schlafen noch die Kinder
und sehn es nur im Traum,
doch morgen tanzen und springen
sie um den Weihnachtsbaum.

Robert Reinick
1805-1852

Weihnachtslegende

Christkind kam in den Winterwald,
der Schnee war weiß, der Schnee war kalt.
Doch als das heil’ge Kind erschien,
fing’s an, im Winterwald zu blüh’n.

Christkindlein trat zum Apfelbaum,
erweckt ihn aus dem Wintertraum -
"Schenk’ Äpfel süß, schenk’ Äpfel zart,
schenk’ Äpfel mir von aller Art!"

Der Apfelbaum, er rüttelt sich,
der Apfelbaum, er schüttelt sich.
Da regnet’s Äpfel ringsumher;
Christkindleins Taschen wurden schwer.

Die süßen Früchte alle nahm’s,
und also zu den Menschen kam’s.
Nun, holde Mäulchen, kommt verzehrt,
was euch Christkindlein hat beschert!

Ernst von Wildenbruch
1845-1909

Weihnachtslied

Es weht der Wind und es ist so kalt,
Es knarrt der Schnee im dürren Wald;
Die Sterne glänzen hell darein,
Da nahet sich ein Kindelein:
Ein Knabe, lieb und wunderhold,
Mit seinem Himmelsschein von Gold
Erhellt er die Dunkelheit
Und streuet Segen weit und breit.

Er bricht so manches Bäumelein
Im dunkelgrünen Tannenhain
Und bringt’s den Kindern die beglückt
Das Bäumchen schauen, viel geschmückt.
Ihr kennt das Knäblein allzu gut,
Das opferte sein eigen Blut
Und gab sein Leben hin für euch,
Ein Leitstern in das Himmelreich.

So betet denn zum Kinde fromm:
Du lieber Jesu, komm, o komm
Und zieh in unsre Herzen ein,
Zu schenken uns den Frieden dein;
Den Frieden den die Engel dort
Verkündigten am stillen Ort,
Den Frieden, den du uns gebracht
In jener heil’gen, ernsten Nacht.

Franz von Pocci
1807-187

Lobt Gott, ihr Christen alle gleich

Lobt Gott, ihr Christen alle gleich
in seinem höchsten Thron,
der heut schleust auf sein Himmelreich
und schenkt uns seinen Sohn!

Er kommt aus seines Vaters Schoß
und wird ein Kindlein klein;
er liegt dort elend, nackt und bloß
in einem Krippelein.

Er äußert sich all seiner Gewalt,
wird niedrig und gering,
nimmt an sich eines Knechts Gewalt,
der Schöpfer aller Ding’!

Er liegt an seiner Mutter Brust,
ihr’ Milch ist seine Speis’,
an dem die Engel sehn ihr’ Lust,
denn er ist Davids Reis,

das seinem Stamm entsprießen sollt’
in dieser letzten Zeit,
durch welchen Gott aufrichten wollt’
sein Reich, die Christenheit.

Er wechselt mit uns wunderlich,
Fleisch und Blut nimmt er an
und gibt uns in sein’s Vaters Reich
die klare Gottheit dran.

Er wird ein Knecht und ich ein Herr;
das mag ein Wechsel sein!
Wie könnt er doch sein freundlicher,
das Herzejesulein.

Heut schleust er wieder auf die Tür
zum schönen Paradeis;
der Cherub steht nicht mehr dafür.
Gott sei Lob, Ehr und Preis!

Nicolaus Hermann
1500-1561

Weihnacht

O Nacht des Mitleids und der Güte,
die auf Judäa niedersank,
als einst der Menschheit sieche Blüte
den frischen Tau des Himmels trank!

O Weihnacht! Weihnacht! höchste Feier!
Wir fassen ihre Wonne nicht,
sie hüllt in ihre heil’gen Schleier
das seligste Geheimnis dicht.

Denn zöge jene Nacht die Decken
vom Abgrund uns der Liebe auf,
wir stürben vor entzücktem Schrecken,
eh’ wir vollbracht den Erdenlauf. -

Der Menschheit schmachtendes Begehren
nach Gott; die Sehnsucht, tief und bang,
die sich ergoß in heißen Zähren,
die als Gebet zum Himmel rang;

Die Sehnsucht, die zum Himmel lauschte
nach dem Erlöser je und je;
die aus Prophetenherzen rauschte
in das verlass’ne Erdenweh;

Die Sehnsucht, die so lange Tage
nach Gott hier auf der Erden ging
als Träne, Lied, Gebet und Klage:
Sie ward Maria - und empfing.

Das Paradies war uns verloren,
uns blieb die Sünde und das Grab;
da hat die Jungfrau Ihn geboren,
der das Verlor’ne wiedergab;

Der nur geliebt und nie gesündet,
Versöhnung unsrer Schuld erwarb,
erlosch’ne Sonnen angezündet,
als er für uns am Kreuze starb.

Der Hohepriester ist gekommen,
der lächelnd weiht sein eignes Blut,
es ist uns der Prophet gekommen,
der König mit dem Dornenhut. -

Nikolaus Lenau
1802-1850

Friede auf Erden

Da die Hirten ihre Herde
ließen und des Engels Worte
trugen durch die niedre Pforte
zu der Mutter und dem Kind,
fuhr das himmlische Gesind
fort im Sternenraum zu singen,
fuhr der Himmel fort zu klingen:
"Friede, Friede! auf der Erde!"

Seit die Engel so geraten,
o wie viele blut’ge Taten
hat der Streit auf wildem Pferde,
der geharnischte, vollbracht!
In wie mancher heil’gen Nacht
sang der Chor der Geister zagend,
dringlich flehend, leis verklagend:
"Friede, Friede ... auf der Erde!"

Doch es ist ein ew’ger Glaube,
daß der Schwache nicht zum Raube
jeder frechen Mordgebärde
werde fallen allezeit:
Etwas wie Gerechtigkeit
webt und wirkt in Mord und Grauen,
und ein Reich will sich erbauen,
das den Frieden sucht der Erde.

Mählich wird es sich gestalten,
seines heil’gen Amtes walten,
Waffen schmieden ohne Fährde,
Flammenschwerter für das Recht,
und ein königlich Geschlecht
wird erblühn mit starken Söhnen,
dessen helle Tuben dröhnen:
Friede, Friede auf der Erde!

Conrad Ferdinand Meyer
1825-1898

Weihnachtskantate

Heil der erkornen - wieder gebornen
Irdischen Welt!
Göttlicher Gnade - bahnet die Pfade
Christus, der Held.
Auf ihr Geschlechter - neuer Verfechter
Jesus erschien!
Einen Berater - hat euch der Vater
Gnädig verliehn.

Uns hat geträumt ein Engel sprach:
Vergeben sei heut und vergessen
Was je die ganze Welt verbrach,
Und allen Freude zugemessen.
Gott-Vater kam in seinem Sohn
Und bracht’ das Heil der Welt zur Erde,
Dass sie als Schemel seinem Thron
Mit jedem Tage werter werde.

So kam das Heil der Welt zur Erde nieder
In dem Erlöser aller Schuld Vernichter;
So kehrt er heut und alle Jahre wieder
Im Strahlenglanz der hellen Weihnachtslieder.

Und so im Geist an unsers Heilands Wiege
Nahn wir andächtig, mit gefalteten Händen
Und flehen: Herr verhilf dem Recht zum Siege
Und lass die Glaubenskämpfe friedlich enden!

Heil der erkornen - wieder gebornen
Irdischen Welt!
Göttlicher Gnade - bahnet die Pfade
Christus, der Held.
Auf ihr Geschlechter - neuer Verfechter
Jesus erschien!
Einen Berater - hat euch der Vater
Gnädig verliehn.

Karl Stelter
1823-1912

Gloria in exelsis Deo

Allein Gott in der Höhe sei Ehr
Und Dank für seine Gnade,
Darum dass nun und nimmermehr
Uns rühren kann kein Schade!
Ein Wohlgefallen Gott an uns hat,
Nun ist groß Fried’ ohn Unterlass,
All Fehde hat nun ein Ende.

Wir loben, preisen, anbeten dich
Für deine Ehre, wir danken,
Dass Du, Gott Vater, ewiglich
Regierst ohn alles Wanken:
Ganz ungemessen ist deine Macht,
Fort g’schieht, was dein Will hat erdacht.
Wohl uns des feinen Herren!

O Jesus Christ, Sohn eingeborn
Deines himmlischen Vaters,
Versöhner der, die war’n verlor’n,
Du Stiller unsres Haders,
Lamm Gottes, heilger Herr und Gott:
Nimm an die Bitt von unsrer Not,
Erbarm dich unser, Amen!

O heilger Geist, du größtes Gut,
Du allerheilsamst’ Tröster:
Für’s Teufels G’walt fortan behüt
Die Jesus Christ erlöset.
Durch große Marter und bittern Tod!
Abwend’ all unsern Jammer und Not,
Dazu wir uns verlassen!

Nikolaus Decius
ca. 1485-1546

Weihnachtsstress

Jedes Jahr zur selben Zeit,
geht los, die Weihnachtszeit.
Die Leute rennen und werden stressen,
damit sie ja nichts vergessen.
Die Geschenke zu holen ist ein nicht schön,
denn die meisten sind verwöhnt.
Außerdem steigen die Preise rasch und geschwind,
das eigene Geld verfliegt wie im Wind.
Dann noch überlegen was man denn isst,
davor haben die meisten Schiss.
Und ist Weihnachten wie die letzten Jahr,
schimpfen die Leute in ner ganzen Schaar.
Denn Schnee lag zuletzt nicht,
die da oben, sind doch nicht ganz dicht.
Doch am Ende der Hetzerei,
gibt es doch noch Allerlei.
Essen, Familie und zu guter letzt,
die Geschenke geöffnet bis zum letzten Rest.
Der Stress ist schnell vergessen,
doch nächstes Jahr wird’s wieder stressen.

Jennifer Kühn
2013

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Weihnachtsgedichte

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