Weihnachtsbäume, Weihnachtsbaumverzeichnis

Weihnachtsbaum

Naturtanne oder Kunstfichte – Was passt zu wem?

Weihnachten ohne Baum ist für viele Menschen wie eine Kerze ohne Docht. Mindestens ein kleines Bäumchen muss es sein. Ob es ein echter oder künstlicher Baum sein soll, da scheiden sich die Geister. Den besten Baum für jedermann gibt es nämlich nicht. Je nach Ansprüchen an das Bäumchen kann die Wahl sehr unterschiedlich ausfallen.

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Der Weihnachtsbaum im Topf

Noch wenig verbreitet sind kleine Tannen und Fichten im Blumentopf. Diese Bäumchen wurden im Topf aufgezogen oder ausgestochen und in einen Topf gesetzt. Dank der kundigen Gärtnerhand sind die Bäume in der Regel schön dicht und gleichmäßig gewachsen. Optisch überzeugen sie im Vergleich zu geschlagenen Tannen und Fichten daher deutlich.

So mancher macht sich allerdings Gedanken um die Nachhaltigkeit dieser Weihnachtsbäume. Wer seinen Baum im Supermarkt kauft, hat meist recht geringe Chancen, mehr über den Ursprung seines Bäumchens zu erfahren. Größer sind da die Chancen im Gartenmarkt. Hier kann das geschulte Personal in der Regel Auskunft geben, woher die Bäume stammen und wie sie aufgezogen wurden. Wer allerdings auf Nummer sicher gehen will, erwirbt seinen Weihnachtsbaum im Topf beim Gärtner oder der Baumschule seines Vertrauens.

Einige Schulen und Gärtner haben sich schon auf das steigende Umweltbewusstsein der Verbraucher eingestellt und produzieren ihre Weihnachtsbäume mit möglichst wenig Chemie. Wer sich im Internet informiert, findet auf den Webseiten vieler Gärtner und Baumschulen daher inzwischen entsprechende Informationen.

Doch was spricht eigentlich für einen Baum im Topf? In der Regel sind diese Bäume von geradem Wuchs und schön dicht. Außerdem nadeln sie im Gegensatz zu ihren gefällten Verwandten auch nach zwei oder drei Wochen noch nicht. Haben sie als Weihnachtsbaum ausgedient, können sie ganz einfach draußen eingepflanzt werden, wie berlin.de in einem Beitrag näher erläutert.

Doch der Baum im Topf hat auch Nachteile. Vor allem umweltbewusste Verbraucher bemängeln, dass bei ausgestochenen Bäumchen Grundwasser führende Bodenschichten abgetragen werden. Auch werden dabei oft die Wurzeln beschädigt. Außerdem bekommt den Bäumchen der Temperaturwechsel von der warmen Stube in den kalten Garten nicht und sie gehen beim Auspflanzen ein.

Der geschlagene Weihnachtsbaum

Immer noch der häufigste Gast in deutschen Wohnzimmern ist der geschlagene bzw. gefällte Weihnachtsbaum. Etwa 28 Millionen werden jedes Jahr verkauft, um für einige Tage festlich geschmückt das Heim zu zieren.

Dabei hält sich das Bild hartnäckig vom Weihnachtsbaum, der wild im Wald wächst, bis er seine Bestimmung erfüllt. Nur etwa 20 Prozent der Bäume stammen tatsächlich aus dem Wald. Der Rest wächst auf Weihnachtsbaumplantagen heran.

Das freut die Verbraucher, die den Wald durch den Einschlag für die Weihnachtsbäume geschädigt sehen. Ganz unbedenklich sind aber auch Plantagenbäume nicht. Mineralische Dünger sorgen für einen gleichmäßigen Wuchs und intensiv gefärbte Nadeln. Pestizide und Herbizide halten Schädlinge und Unkraut in Schach.

Gut ein Drittel aller Weihnachtsbäume stammt zudem nicht aus deutscher Produktion. Vor allem in Dänemark wachsen riesige Plantagen für den Export. Das belastet das Klima durch lange Transportwege. Umweltschonender ist also ein Baum aus der heimischen Umgebung. Wer beim Baumkauf auf die Umwelt achten will, schaut deshalb am besten nach Ökobäumen. Wo es die zu kaufen gibt, sammelt beispielsweise Robin Wood in einer Liste.

Praktisch am geschlagenen Baum: Es gibt die Bäume zur Vorweihnachtszeit fast überall. Lange Recherchen brauchen also nicht betrieben zu werden – es sei denn, es wird auf „Bio“ bestanden. Wer seinen Baum nicht auf den letzten Drücker kauft, hat zudem eine gute Auswahl an Größen und bekommt schöne, dichte Bäume. Wird der Baum nach dem Fest nicht mehr gebraucht, kann er ganz einfach entsorgt werden. Die Frage „Wohin mit dem Baum?“ wie bei eingetopften Bäumchen stellt sich daher nicht, wenn kein Garten(platz) für den Weihnachtsbaum vorhanden ist.

Klarer und berühmt-berüchtigter Nachteil: Der Baum nadelt früher. Zwischen einer und maximal drei Wochen hält ein geschlagener Baum – wobei ein Ständer mit Wasserreservoir seine Lebenszeit verlängern kann.

Der künstliche Weihnachtsbaum

Gerade das Nadeln echter Bäume ist es, was so manchen zu einem künstlichen Weihnachtbaum greifen lässt. Nie wieder Nadeln aufkehren und dafür eine künstliche Fichte, der das Künstliche angesehen wird? Das wollen viele dann doch nicht. Vor allem die Billigmodelle stoßen daher bei Verbrauchern trotz einiger Vorteile auf wenig Gegenliebe. Wer einmal etwas tiefer in die Tasche greift, kann jedoch inzwischen künstliche Bäume erwerben, die auf den ersten Blick vom echten Vorbild nicht zu unterscheiden sind. Bei Herstellern wie Balsam Hill kann jeder seine liebste Baumart aussuchen. Soll es die Blautanne sein? Oder lieber eine Saratoga-Fichte?

Doch was spricht für den künstlichen Zimmergenossen zur Weihnachtszeit? Wer sich für einen künstlichen Baum entscheidet, tut es beispielsweise aus diesen Gründen:

  • dicht und wohlgeformt
  • weniger Einkaufsstress
  • guter Überblick über das Angebot
  • keine Entsorgung nötig
  • jährlich wiederverwendbar
  • keine Pestizide

Auch Allergiker profitieren vom künstlichen Baum. Im Gegensatz zu seinem natürlichen Pendant kann er nämlich keine Symptome auslösen.

Beim Preis schluckt allerdings so mancher Weihnachtsbaumenthusiast. Die künstlichen Bäume sind im Vergleich zu den echten Tannen und Fichten deutlich teurer. Der Schreck muss allerdings gar nicht so groß sein. Wird der Preis auf die vielen Jahre umgerechnet, die der Baum den Käufer begleitet, sind die künstlichen Vertreter mitunter sogar günstiger.

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Bild 2: pixabay.com © LloydTheVoid (CC0 Public Domain)

Weihnachtsbäume, Weihnachtsbaum

Weihnachtsbäume gehören schon seit vielen Jahren zum europäischen bzw. westlichen Weihnachtsbrauch dazu. Ein schöner Weihnachtsbaum schmückt so fast jeden Haushalt zu Weihnachten.