Erzgebirge-Palast.de: Seiffener Holzkunst wie Schwibbögen, Nussknacker und Weihnachtspyramiden

Schwibbogen

Lichterbogen aus dem Erzgebirge

Seiffener Holzkunst
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Ein kunstvoller Schwibbogen erleuchtet die weihnachtliche Zeit. Aus der Reihe des traditionellen Weihnachtsschmucks ist er nicht mehr wegzudenken. Nicht nur Kinderaugen leuchten, wenn er zu Weihnachten im Fenster steht!

Der bergmännische Schwibbogen aus dem Erzgebirge schmückt seit über 80 Jahren zu Weihnachten die Zimmer und Fenster. Auch auf Marktplätzen und Straßen ist er in riesigen Ausführungen zu finden. Beliebt ist er nicht nur in seiner Heimat, dem Erzgebirge. Längst hat er einen Siegeszug rund um die ganze Welt angetreten.

Das wohl bekannteste Motiv für einen bergmännischen Lichterbogen aus dem Schwarzwald entstand 1937/38. Es wurde, extra für Feierohmd-Schau in Schwarzenberg, von der Grafikerin Paula Jordan angefertigt. Zehntausende Besucher haben das Original dort in seiner ganzen Pracht bewundern dürfen. Bildhaft sind die alten Handwerke und das Brauchtum aus dem Erzgebirge in zahlreichen Symbolen festgehalten. Als "Schwarzenberger Schwibbogen" begleitet er die Erzgebirger seither durch die Weihnachtszeit.

 

Ausdruck der Sehnsucht der Bergleute nach Tageslicht

Viel früher, um 1740, ist der vermutlich älteste bekannte Schwibbogen entstanden. Er zeigt sowohl christliche als auch bergmännische Motive. Zu dieser Zeit symbolisierte der Schwibbogen das sogenannte Mundloch des Stollens. Mittlerweile herrscht jedoch die Ansicht, dass eher das Himmelszelt mit Mond, Sternen und der Sonne dargestellt wurde. Lange Zeit fertigten die Erzgebirger die Bögen aus Metall an. Inzwischen gibt es mehrheitlich Modelle aus massivem Holz. Die Bögen haben mehrere Lichter, diese sind elektrisch oder mit Kerzen bestückt. Sie drücken die Sehnsucht der Bergleute nach Tageslicht aus. Gerade in den Wintermonaten begann die Arbeit unter Tage noch vor Sonnenaufgang und aus der Grube ausgefahren konnte erst wieder nach dem Untergang. So bekamen die Bergleute aus dem Erzgebirge das Tageslicht oft über viele Wochen nicht zu sehen. In den Fenstern stehend, sollten sie auch den Bergleuten als Wegweiser, für eine sichere Heimkehr, zu ihren Familien dienen.

Schwibbögen – Lieber groß statt klein

Seit Mitte des vergangenen Jahrhunderts haben sich die Schwibbögen als festlicher Schmuck in der Advents- und zu Weihnachten fest etabliert. Moderne Varianten sind zum selbst Bestücken. So können lieb gewonnene Figuren, die über viele Jahre gesammelt wurden, gekonnt in Szene gesetzt und jedes Jahr neu arrangiert werden. Auch dem Wunsch nach besonders großen Einzelstücken wurde von den erzgebirgischen Holzkünstlern entsprochen. Bis zu 1,80 cm Breite kann ein solches Stück vorweisen. Es sind mittlerweile zahlreiche Spielarten entstanden. Kreative Künstler lassen ihre Fantasie walten und bringen uns zu Weihnachten in den Genuss einer anheimelnden Atmosphäre mit festlichem Lichterglanz!